Schwerer Unfall im Berufsverkehr

Bei einem Lkw-Unfall auf der A 5 wurden am Montag (14.09.2020) zwei Menschen verletzt. Die Autobahn blieb über Stunden gesperrt.

Foto: Sajak

Gegen 7.45 Uhr war ein Baustellenfahrzeug in Richtung Frankfurt unterwegs. In Höhe des Rastplatzes Spießwald staute sich der Verkehr zu dieser Zeit. Der 42 Jahre alte Fahrer bemerkte dies laut ersten Ermittlungen der Polizei nicht rechtzeitig, so dass er auf das Heck eines auf der rechten Fahrspur stehenden Tanklastzuges auffuhr.

Der aus Eschborn stammende 42-Jährige wurde im Führerhaus eingeklemmt. Nachdem Rettungskräfte den Schwerverletzten befreit hatten, brachte ihn ein Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.

Der Fahrer des Tanklasters, ein 39-Jähriger aus Witten, erlitt leichte Verletzungen. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Klinikum gefahren, konnte dieses wenig später jedoch wieder verlassen.

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Durch die Wucht des Aufpralls war der Lastzug laut Polizei gegen das Heck eines vor ihm stehenden Lkw geschoben worden. An diesem entstand Sachschaden, der Fahrer blieb unverletzt und konnte schließlich weiterfahren. Die beiden stark beschädigten anderen Lkw wurden durch Fachfirmen abgeschleppt. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei mehreren Hunderttausend Euro.

Die Feuerwehr Friedrichsdorf war mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb beschreibt die Gefahren: In dem Baustellenfahrzeug seien zwölf Tonnen hoch erhitzten Teers gewesen.


„Brisante Mischung“

Der Tanklastzug, auf den es auffuhr, transportiere Gefahrgut. Er sei zwar eigentlich leer gewesen, was aber heiße, dass dennoch ein Rest von fünf Prozent darin war. „Der Stoff hatte einem Flammpunkt von 129 Grad.“ Der Fahrer des Baustellenfahrzeugs sei stark eingeklemmt gewesen. „Das alles zusammen war eine brisante Mischung“, berichtet Neeb.

Zudem sei es auf dieser Strecke wichtig, den Verkehr abfließen zu lassen. Die Fahrzeuge, die von der Auffahrt Friedberg bis zur Unfallstelle standen, habe man über den Parkplatz geleitet, den weiteren Verkehr dann auf andere Straßen geführt. Aufgrund der langwierigen Aufräumarbeiten blieb die Autobahn in Richtung Frankfurt bis in den Nachmittag hinein voll gesperrt. Das DRK Friedrichsdorf stellte mit neun Mann die Versorgung mit Essen und Getränken sicher.

„Parallel dazu hatten wir auch noch einen Einsatz am Eisspeicher in Friedrichsdorf“, berichtete Neeb. „Das haben wir aber auch noch hingekriegt.“